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Herzlich willkommen 12. September 2016

Newsletter 12: Die Botschaft des Adlers

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Freunde

Im November 2015 erhielt ich die Diagnose Prostatakrebs, da war ich 68 Jahre alt. Da es eine so genannt bösartige Wucherung war, musste rasch gehandelt werden. Ich entschied mich für die totale Entfernung der Prostata mit all den bekannten Folgen. Nach der Operation gab es leider Komplikationen – ohne ins Detail zu gehen: es waren schwierige Monate. Zum Glück darf ich heute sagen: mir geht es wieder gut, und ich bin und fühle mich geheilt. Trotzdem bin ich nicht mehr derselbe wie vorher: meine Endlichkeit ist mir bewusst geworden; und welch wertvolles Gut die Gesundheit ist. Auch wurden andere Dinge als vorher mit einem Mal wichtig. Ich erkannte, welchen Menschen ich fortan mehr Zeit widmen wollte, und welchen weniger… Während langer schlafloser Stunden wälzte ich Gedanken, dachte über mein Leben nach und über die Welt… Als ich vom Spital wieder zu Hause war, hatte ich einen seltsamen Traum (es war der 17. April 2016, mein 69. Geburtstag):

Ich befand mich an einem Fest im Freien, so etwas wie ein alternatives Open-Air. Da kam ich mit einem jungen Mann ins Gespräch, welcher dort ein aktiver Teilnehmer war. Wir hatten einen interessanten Austausch miteinander. «Wie heisst du?» fragte ich ihn. «Christian», sagte er. «Oh, das ist auch mein Name!» antwortete ich ihm und berührte ihn an der Schulter.

Plötzlich tauchte hinter ihm am Himmel ein riesiger Adler auf; dieser nahm einen grossen Teil des Himmels ein. Der Adler flog nicht, sondern er war einfach da. Er bestand aus einem Kreis von Tausenden von Adlerfedern, braun, weiss, schwarz und rot, und inmitten dieses Kreises der Adlerkopf. Irgendwie schien er mir das Symbol für alle Adler der Welt zu sein. Was ist das für ein Zeichen? dachte ich. Ist es vielleicht die Botschaft, auf die wir schon so lange warten? Und was bedeutet sie? – Danach erwachte ich.



Am Morgen schlug ich in Regula Meyers Buch «tierisch gut» die Bedeutung des Adlers nach. Einige Sätze, an denen ich sofort hängen blieb, lauten:

«Der Adler lädt Sie ein, Ihr Lebensmuster von weit oben zu betrachten. Haben Sie den Mut, Zusammenhänge zu erkennen oder zu erspüren. Lassen Sie die Welt der Emotionen und Pflichten für diesen Augenblick absolut los. … Versuchen Sie, in der Zeit der Prüfung weitgehend bei sich selbst zu bleiben. … Wer seine Spiritualität leben will, soll dazu seinen eigenen Ausdruck finden. … Üben Sie die innere Kommunikation mit dem Geistigen und gehen Sie mit Bedacht Schritt für Schritt auf Ihrem Weg voran.»

In der indianischen Tier-Medizin bedeutet der Adler die Kraft des Grossen Geistes, die Verbindung mit dem Göttlichen. «Es ist die Fähigkeit, im Bereich des Geistigen zu leben und dennoch mit beiden Füssen auf dem Boden zu stehen.» (Sams/Carson, Karten der Kraft)

All dies berührte mich tief in meinem Innersten. Der Adler hatte mir mit diesem Traum eine machtvolle Botschaft geschickt; ich verstand dies als ein Geburtstagsgeschenk aus dem grossen Fundus des kollektiven Unbewussten. Über diesen Gedanken und Hinweisen des Adlers meditierte ich immer wieder einmal in den nächsten Tagen und Wochen. Was mich vor allem faszinierte, war: mein Lebensmuster von weit oben zu betrachten. Dieser Abstand machte, dass ich Szenen aus meinem Leben vor mir (oder unter mir) sah, wie wenn ich eine andere Person wäre, ein neutraler Beobachter, oder wie wenn ich ausgetreten wäre aus meinem Körper. Diese Betrachtungen reichten von der frühesten Kindheit bis in heutige Zeiten; es war kein Wiedererleben dieser teils unangenehmen, teils schönen Situationen, sondern ich schaute mir diese Schlüsselerlebnisse meiner Biografie ganz einfach an. Ein Muster begann sich abzuzeichnen, und mir wurde klar, dass die «grossen» Ereignisse in meinem Leben keine Zufälle waren. Sie schienen und scheinen genau richtig für mich gewesen zu sein. Deshalb bin ich jetzt der, der ich bin - und nicht der, der ich hätte sein können…

Im Laufe eines Lebens kann einem Verschiedenes Lehrer sein: Eltern, Kinder, Freunde, Tiere, Erlebnisse, Situationen… - Manche Menschen lehrten mich etwas, indem sie mich liebten, und manche, indem sie mir Übel wollten. Erst später erkannte ich, dass beides mich weitergebracht hatte. Dann traf ich auch auf wirkliche Lehrer, Männer und Frauen, die mir dabei halfen, auf den Weg zu kommen, den Weg des Erwachens. Sein Ziel ist die Liebe. Liebe zum Leben, zum Mitmenschen, zu Tieren und Pflanzen, zur Erde, zum All-Einen, zu sich selbst.

Mario Mantese (Meister M) schreibt in seiner Autobiographie «Im Herzen der Welt»:

«Das Universum ist ein intelligenter, lebendiger Organismus, in dem in unendlichen Vibrationsebenen Myriaden Lebewesen existieren, die direkt und indirekt mit der Gesamtentwicklung der Menschheit im Universum mitvibrieren. Nichts ist getrennt, alles ist eins.

Alle Bäume, alle Büsche, jede Pflanze und jede Blume sind Lebewesen, ausgestattet mit bewusster Empfindungsfähigkeit. Zwischen der Empfindungsfähigkeit der Menschen, der Tiere und der Pflanzen gibt es keine Unterschiede. Alle Lebewesen empfinden Hitze, Kälte und reagieren empfindsam auf Nahrungs- oder Flüssigkeitsmangel. Alle Lebewesen reagieren positiv und wohlwollend auf gute Gedanken, liebevolle Worte und schöne Gefühle, alle Lebewesen sind sensibel und empfindsam.

Erwachen heisst, allen Lebewesen Achtsamkeit und fürsorgliche Liebe zu schenken, denn wer ein Lebewesen tötet, tötet ein ganzes Universum, und wer dessen Lebensraum zerstört, zerstört sich selbst!»



Was Meister M mit diesen Worten meint, weiss ich genau: auch ich hatte solche Erkenntnisse und Erlebnisse – meist dann, wenn mein Verstand ausgeschaltet war: Wenn ich fühlte, spürte, ahnte, erkannte… Einheits- oder Gotteserlebnisse geschehen auf dieser Ebene und nicht mit dem Verstand.

Zum Verstand kommt mir ein kleines Erlebnis in den Sinn: Im Juli 1981 nahm ich als Berichterstatter für eine spirituelle Zeitschrift an einem Parapsychologie-Kongress in Châteauneuf-de-Contes bei Nizza teil, welcher von der französischen Parapsychologin Maryse Starace unter dem Titel «Quo Vadis?» (Wohin gehst du?) organisiert wurde. Am Abend beim Diner zitierte einer der Teilnehmer einen Sufi-Meister des persischen Mevlana-Ordens. Dieser sagte:

Seien Sie vernünftig, zerstören Sie den Verstand.

Dieser Sufi-Meister mit Namen Akl Kurbaw Kün Bepisi Mustafa – meinte er dies nun als Metapher oder doch eher als einen persischen Koan?!

Wir sind dazu eingeladen, dies selber herauszufinden.


Nun ist der Moment gekommen, euch mitteilen, dass dies mein letzter Newsletter ist. Von 2007 bis 2016 habe ich insgesamt zwölf Briefe geschrieben unter dem Namen und der Webseite von LichtNetzWerk. Das hat mir sehr viel Freude gemacht, aber ich spüre, dass die Zeit gekommen ist für mich, Abschied zu nehmen vom Newsletter-Versand. Und Zwölf scheint mir eine gute Zahl, um damit aufzuhören.

Ich werde mich fortan mehr dem Bücher Schreiben widmen und auch nur noch eine einzige Webseite betreiben: www.schmidvonuri.ch. Meine anderen beiden Webseiten www.lichtnetzwerk.ch und www.gallusland.ch werde ich auflösen. In verkürzter Form werden sie jedoch auf www.schmidvonuri.ch weiterhin abrufbar sein, und zwar unter den Links «Lichtnetzwerk» sowie «Gallusland».


Links vom Buddha ist der Platz einer Adlerfeder. Ich habe sie vor vielen Jahren am Strand von Broome (Nord-West-Australien) gefunden. Sie stammt von einem See-Adler.

Liebe Freunde, zu guter Letzt möchte ich euch danken für eure Begleitung, eure Aufmerksamkeit, die ihr mir mit eurem Lesen geschenkt habt, eure Feedbacks – und euch das Allerbeste wünschen auf eurem Weg!

Liebe und Segen,

Christian

(Chris)

 

Christian M. Schmid


"Diese Website soll so etwas wie ein Leuchtturm sein: wie der Leuchtturm will sie Licht ins Dunkel schicken. Denn zur Zeit scheint das Dunkle auf unserer Erde überhand zu nehmen."



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